Was ist Liebe?

„Diese Definition der Liebe wurde verfasst von Sascha Steffen, 15 Jahre alt aus Bad Salzuflen“

Warum lassen sich Menschen immer wieder auf einen Partner ein,
im Bewusstsein darüber irgendwann zu scheitern?

Wie lange aus einem „einsam“ ein „gemeinsam“ wird,
ist eine Frage des Irgendwann-Scheiterns.

Eine Bilanz der Gemeinsamkeit.

Der Trennungsschmerz wird zur Quintessenz;
wenn sie trifft bleibt unklar.

Doch was lockt die Menschen an einem Seinesgleichen?

Ich meine, wenn ich doch weiß, dass ich nur für eine bestimmte Zeit
Gefühle konsumiere, ( etwas gewagt formuliert aber nicht wahrheitsarm),
muss ich doch einen Vorteil daraus ziehen.

Ist es vielleicht das Konsumieren an sich ?

Ist Liebe etwa sowas wie eine Droge ?

Soll sie den Gefühlskonsumenten etwa so lange berauschen , bis die Wirkung
der Droge vorüber ist ; sprich die Trennung stattfindet?

Gibt es etwa LiebesSÜCHTIGE ?

Berauscht von Glücksgefühlen und Optimismus wiegen sich Menschen in der Sicherheit
geliebt zu werden.
Eine kontinuierliche Bestätigung wird zur Vorraussetzung.
Aber auch eine Überdosis an Wärme kann Schmerzen verursachen.
Feuer steht in der Nahrungskette an oberster Stelle.
Ungeklärt bleibt das Verhältnis von Liebe und Penetration.

Ist ein Hautkontakt mit dem Partner überhaupt notwendig?

Auch penetrationsfreie Beziehungen können Spaß machen.
Die Beziehung wird auf Konversation degradiert ;
oder vielleicht um diese bereichert?

Der Intellekt des Partners nimmt wieder Wichtigkeit an, zuvor nur
sekundär beachtet , in den Schatten gestellt vom Trieb.

Bei profunden Konversationen kristallisiert sich ein weiterer Vorteil des Partners heraus.
Die Trennungen wir umso schmerzhafter.

Oberflächliche Unterhaltungen erleichtern das Abschied nehmen.

Doch ganz gleich ob penetrationsfrei oder intim,
ob geschmückt mit intellektuellen Dialogformen
oder oberflächlich.

Die Quintessenz Schmerz wartet.

Kann sie umgangen werden? Und wie ?

Doch wie ensteht Liebe eigentlich, nicht biologisch gesehen?

Eventuell ensteht sie aus Neid.
Neid wird zur Bewunderung,Bewunderung zu Liebe.

Manch eine Alkoholfahne offenbart schlichtes Denkvermögen.
Das geliebte Gesicht des Partners deformiert sich zur Fratze.
Wie profan und unbedeutend wirkt die sonst so perfekte , makellose Gestalt.

Die Bewunderung wird auf Verachtung ,manchmal auf Mitleid degradiert.

Übersteht Liebe auch den Alkohol?

Und wie ist es wenn man sich gar nicht dem Pakt „Liebe“ verschreibt ?

Nun ja, auch Einsamkeit hat gewisse Vorteile.

Die Quintessenz Schmerz wird durch andere Schmerzen ersetzt, bei manch einem bleibt sie sogar aus.

Narzissten sind auch ab und an glücklich.

Alleinsein kann diskontinuierliche Penetrationen mit sich bringen.

One Night Stands sind gefühlsbefreit und lenken vom eigenem lieblosem Leben ab.

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Soll man sich also doch nicht auf Liebe einlassen ob der Angst scheitern zu können?

Lass uns kein schönes Haus bauen , es könnte der Wind kommen und es zerstören.

Vielleicht doch zu elegisch.

Aber ob man sein Leben alleine lebt oder es als Gefühlskonsument verbringt,
Verbringt ? Ich hoffe nicht verschwendet ; bleibt jedem selbst überlassen .

Doch wenn man die Möglichkeit hat, die Droge Liebe auszuprobieren , dann sollte man doch
auch von dieser Liebe Gebrauch machen.
Oder?

Updated: 29. Oktober 2007 — 21:54

3 Comments

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  1. Liebe ist eine droge .. wo du auch nich von weg kommts wenn du einen menschen liebst … und es tut einfach nur weh .. wenn es dann plötzlich vorbei ist …

  2. Mhhh .. *denk* .. Gut geschrieben und sehr interessante Gedanken .. RESPEKT.. auch für dein Alter!
    Du scheinst schon mehr zu verstehen wie andere…
    Ich denke wir gehen Beziehungen ein, weil wir sie als Sicherheit sehen, auch wenn wir wissen das es Schmerz mit sich ziehen kann. Aber die Sicherheit jemanden zu haben, der hoffentlich immer da ist, lässt uns solch Entscheidungen treffen.
    Manchmal ist da aber auch die wahre Liebe… die, die zwei Menschen für immer zusammen hält! Doch wo gibt es heutzutage noch die wahre Liebe und wie oft?

  3. Sven- Markus Meister

    Liebe ist eine Droge, von der Du wieder wegkommst, aber meistens nach einem langen, schmerzhaften Kampf.
    Und manche schaffen es nicht und verfallen, genauso wie bei den Drogen, an ihrem Kummer und Suchterscheinungen?

    Wie auch bei den Drogen brauchst du hier Menschen die dir wirklich helfen und vorallem brauchst du die Kraft, um durchzuhalten, um deinen „verlangen“ nach mehr zu unterdrücken und irgendwann siegt vielleicht das „clean“ sein.

    Respekt an den Schreiber dieser Definition, kann man nur den Hut vor ziehen…

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