Die Netzabdeckung am Wohnort prüfen

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Statistisch gesehen werden Männer 79,1 Jahre alt. Frauen ganze 84,1. Statistisch gesehen mag das stimmen. Stirbt man aber mit weniger als 60 Jahren, dann hilft die Statistik nicht viel. Genauso ist es mit der Netzabdeckung am Wohnort.

Lokale Gegebenheiten

Die Netzabdeckung wird von den Netzbetreibern als Karte mit unterschiedlichen Farben dargestellt. Als sogenannte Heatmap wird Deutschland, oder die Heimatstadt mit Farben von grün bis rot überlagert. Damit wird die Stärke des Mobilfunknetzes pro Standort angegeben. Allerdings messen die Betreiber ihre Netze natürlich nicht an jedem einzelnen Punkt. Sie berechnen pro Antenne die Fläche, die wie abdeckt. Damit ergeben sich überlagerte Felder und damit die Karte mit der Netzabdeckung. Soweit die Theorie. In de Praxis sieht es leider oft anders aus.

Beugung, Streuung und Abschattung

In der Praxis treffen die Hochfrequenzwellen, die für unsere Mobilfunkverbindung verantwortlich sind, auf zahlreiche Hindernisse. Speziell mit Metall haben die elektromagnetischen Wellen Probleme. Stahlbeton ist ein hochfrequenzdämmendes Element. Die Handystrahlen können durch den Beton, bzw. durch den enthaltenen Stahl, nicht durchdringen. Damit steht man direkt hinter der Stahlbetonwand im Schatten und hat keinen Empfang. Allerdings ist das noch lange nicht alles, was die Funkwellen modifiziert und das es schwierig macht, die tatsächliche Netzabdeckung vorherzusagen. Neben der Dämmung durch Metallelemente gibt es beispielsweise auch eine Beugung. Die Strahlen werden, wenn durch ein Haus gebeugt. Sie verlaufen dann nicht mehr gerade, sondern beschreiben einen Knick am Hindernis.

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Wer zwangsweise offline ist verpasst viel, was rund um ihn passiert

Bäume und Wände

Bäume können dafür sorgen, dass die Strahlen gestreut werden. Statt einem zielgerichteten Strahl wird dieser in viele schwächere Teile aufgespalten. An Wänden kommt es zu Reflexionen. Die Hochfrequenzstrahlung kann also durch ein Fenster eindringen und wird an der gegenüberliegenden Wand, oder dem Fußboden reflektiert. Schon hat man auch direkt hinter der Stahlbetonwand wieder Empfang. Die beste Variante für eine optimale Netzabdeckung ist Sichtverbindung zur Zelle. Befindet sich zwischen dem Sender, also dem Masten und dem Empfänger, also dem Smartphone, nur Luft und keine Hindernisse, dann hat man volles Netz. In der Stadt ist das aber sehr selten. Die meisten Sender befinden sich auf den Hausdächern und die meisten Wohnungen werden nicht direkt, sondern eben durch Reflexion, Beugung und Streuung mit Mobildfunknetz versorgt.

Telefonieren daheim

Das Festnetz ist so gut wie ausgestorben. Zumindest im Privatbereich telefoniert man heute mit dem Mobiltelefon. Auch wenn wir viel unterwegs und selten daheim sind, ist es aber notwendig, auch in der eigenen Wohnung immer wieder zu telefonieren. Die Grundvoraussetzung dafür ist Netzabdeckung in den eigenen vier Wänden. Wie weiter oben beschrieben kann das, auch wenn die Netzabdeckung in der Gegend grundsätzlich gut ist, innerhalb von Gebäuden auch sehr schlecht sein. Zieht man um, dann sollte man also die neue Wohnung nicht nur nach Lage, Kosten und Anlage auswählen, sondern auch die Netzabdeckung checken. Bei der Besichtung ist ein Telefonat also Pflicht. Auch wenn es unhöflich ist, kann ein Telefonat in allen Räumen Aufschluss darüber geben, ob man später ungestört telefonieren kann. Klappt das Gespräch nicht unterbrechnungsfrei, dann ist ein Anbieterwechsel der logische Schritt. Neben der Auswahl des Umzugsunternehmen und ein paar Amtswegen kommt dann auch die Wahl des neuen Anbieters auf die ToDo-Liste für den Umzug.

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Auch beruflich ist ein funktionierendes Smartphone daheim oft wichtig. Zum Mails checken auf die Straße zu gehen ist keine Alternative zu einem verfügbaren Netz

Sonderkündigung

Wer aber glaubt, dass er seinen Mobilfunkvertrag kündigen kann, nur weil in der neuen Wohnung das Telefonieren unmöglich ist, der irrt. Tatsächlich muss das Telefonieren generell nicht, oder nur schlecht funktionieren, um ein Sonderkündigungsrecht zu erhalten. Brechen Gespräche also ständig ab und ist die Gesprächsqualität generell unzureichend, dann kann man diesen Weg gehen. Schriftlich meldet man das Problem und setzt eine Frist von wenigen Wochen, um die Probleme zu behenen. Danach kündigt man schriftlich. Kann man aber nur an einem einzigen Ort nicht telefonieren, dann ist das zu wenig für eine Sonderkündigung. Auch wenn der eine Ort, an dem es nicht klappt, die neue Wohnung ist.

Hilft 5G?

5G, der neuen Mobilfunkstandard befindet sich gerade im Aufbau. Dazu muss ein komplett neues Netz aus Sendestationen aufgebaut werden. Die bestehenden Stationen bleiben dabei unverändert, sondern zusätzliche Antennen werden aufgestellt. Im Fall von 5G wird es in der Anfangszeit nur sehr geringe Reichweiten geben. Wenige hundert Meter weit ist 5G im Umkreis der Sendestationen verfügbar. Das bedeutet aber, dass auch im direkten Umfeld der Wohnung eine neue Sendestation angebracht werden muss, damit man in der neuen Wohnung 5G nutzen kann. Das ist in Ballungszentren durchaus wahrscheinlich, aber durch die geringe Reichweite der Antennen kann es noch stärker zu kleinen Funklöchern kommen.

Rechtzeitig checken

Also ist auch 5G keine Lösung. Zumindest nicht in absehbarer Zeit. Wer die Möglichkeit hat, seinen Umzug zu planen, der sollte ihn mit dem Auslaufen des Handyvertrags zusammenlegen. Bezieht man die neue Wohnung kurz bevor der aktuelle Vertrag ausläuft, kann man den besten Provider für die neue Wohnung suchen und dort einen neuen Vertrag abschließen. Um die Netzabdeckung mit anderen Providern zu testen empfiehlt sich ein Gespräch mit den neuen Nachbarn. Die unmittelbaren Nachbarn sollte eine ähnliche Netzabdeckung haben und vielleicht einen guten Tipp geben können. Auch Freunde, die andere Netze nutzen, können vor Ort einen Test durchführen. Hat man sich für das neue Netz entschieden, sollte man so rasch wie möglich umsteigen. Auch wenn der alte Vertrag noch ein paar Monate läuft, ist der Umstieg unausweichlich. Daheim nicht telefonieren zu können ist eine große Beeinträchtigung der Lebensqualität. Ein Testtelefonat bei der Besichtigung und ein rascher Wechsel zu einem geeigneten Anbieter sind also Pflicht

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