Nie mehr Empfänger nicht angetroffen

Nie mehr Empfänger nicht angetroffen auf imeister.de

Amazon ist sicherlich jedem Menschen in Mitteleuropa und den USA ein Begriff. Das Unternehmen hat den Versandhandel neu erfunden und macht mittlerweile 178 Milliarden Umsatz pro Jahr. Heute verkauft Amazon nicht nur Waren auf eigene Rechnung, sondern vermittelt über seine Plattform auch Verkäufe. Zusätzlich bietet der amerikanische Konzern auch umfassende IT-Dienstleistungen und Ressourcen an. Das Kerngeschäft ist und bleibt aber der Versandhandel. Das Problem Empfänger nicht angetroffen ist für Amazon also allgegenwärtig.

Paketdienste

DHL, Hermes, DPD und GLS mühen sich redlich, die Pakete an den Empfänger zubringen. Dabei haben die meisten von Ihnen aber nicht immer den Privatempfänger im Fokus. Die Zustellung an eine Geschäftsadresse hat zwei Vorteile. Einerseits werden normalerweise mehrere Pakete gleichzeitig geliefert, was den Aufwand pro Paket deutlich reduziert. Andererseits sind die Geschäftskunden zu definierten Zeiten anzutreffen. Eine private Adresse hat keinen dieser Vorteile. Meist wird nur ein einzige Paket zugestellt und fast immer ist der Empfänger nicht daheim, wenn der Paketdienst klingelt. Mit dem Vermerk Empfänger nicht angetroffen nimmt der Zusteller das Paket wieder mit und hinterlegt es zur Abholung.

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Paketdienste haben es nicht immer leicht

Alles aus einer Hand

Um sich vom Mitbewerb zu unterscheiden hat Amazon drei Merkmale, die das Produkt ausmachen. Auf der einen Seite ist es die Vielfalt, die Amazon in seinem Webshop bietet. Es gibt kaum etwas, was man bei Amazon nicht bestellen kann. Der zweite Aspekt, mit dem sich der Gigant von Mitbewerbern unterscheidet, ist der Preis. In vielen Fällen ist das Produkt bei Amazon billiger, oder unwesentlich teurer. Dieses unwesentlich teurer führt unweigerlich zum dritten Vorteil, den man beim Einkauf bei Amazon hat. Der Versand ist oft kostenlos und erfolgt schneller, als bei den meisten anderen. Oft hat man bereits am nächsten Morgen sein Paket bekommen.

Weißer Fleck

Damit der Webshop attraktiv ist bietet Amazon auch Waren anderer Händler an. Die sogenannten Marketplace Händler nutzen den Webshop nur als Vermarktungsplattform. Außerdem wird die Bezahlung darüber abgewickelt. Der Versand und die Rechnungslegung erfolgt direkt vom Händler. Durch die Konkurrenz innerhalb von Amazon entstehen sehr niedrige Preise. Die Produkte, die direkt verkauf werden, können in riesigen Mengen sehr günstig eingekauft werden. Generell hat ein Versanhändler dieser Größe zahlreiche positive Effekte durch die reine Größe. Ein Paket zu packen und versandfertig zu machen ist bei tausenden Paketen viel einfacher, als wenn man nur eine Handvoll Pakete verschickt. Preis und Auswahl kann Amazon also ganz einfach steuern und kontrollieren. Bei den Paketdiensten ist das schon schwieriger.

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Oft stehen die Zusteller vor verschlossenen Türen

Leistungsgrenzen

Pro Tag verlassen Zehntausende Pakete die Amazon Lager und werden verschiedenen Paketdiensten übergeben. Pro Paket bezahlt Amazon aufgrund der Menge minimale Preise. Nach der Übergabe des Pakets an den Paketdienst kann Amazon nichts mehr tun, außer zu warten. Hat der Paketdienst Schwächen, scannt viele Pakete mit Empfänger nicht angetroffen, oder braucht in manchen Regionen mehr als den versprochenen Tag, dann kann der Versender nur beim nächsten Mal einen anderen Paketdienst beauftragen. Für die berechtigte Reklamation des Empfängers nützt das aber wenig. Da der Versand ein entscheidender Faktor für den Erfolg von Amazon ist, gibt es nur einen Weg.

Amazon Paketdienst

Tatsächlich entwickelt Amazon einen eigenen Paketdienst. Stellt Amazon die Pakete selbst zu, dann ergeben sich daraus unzählige neue Möglichkeiten. So könnte den Marketplace-Händlern vorgeschrieben werden, die Pakete ausschließlich über den hauseigenen Paketdienst zu versenden. Der Empfänger hätte dann den Vorteil, dass er alle Pakete gleichzeitig bei einer einzigen Zustellung übernehmen könnte. Aber damit ist es noch nicht getan. Damit es das Thema Empfänger nicht angetroffen in Zukunft nicht mehr gibt, wird auch an einer Lösung gearbeitet. Amazon hat Ring gekauft, einen Hersteller von SmartHome-Türklingeln

Sesam öffne Dich

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Ring liefert neben smarten Türklingeln auch Sicherheitskameras

Die Idee, die hinter Ring steht, ist die Möglichkeit über ein Smartphone und die Ring Türklingel, von überall auf der Welt, über die Gegensprechanlage zu sprechen. In Kombination mit einer Vorrichtung um die Türe über Codeeingabe in einer App zu entriegeln wird die Ring Türklingel zum Türöffner. Dass man für den smarten Knopf ein Cloudabo abschließen muss passt hervorragend in die Geschäftsstrategie von Amazon. Die Vision scheint völlig klar. Jede Bestellung wird durch den eigenen Paketdienst in die Zustellung gebracht. Steht der Zusteller vor verschlossenen Türen kann man ihm aus der Ferne die Türe öffnen. Empfänger nicht angetroffen gehört dann der Vergangenheit an. Man kann mit dem Zusteller über die Ring Türklingel sprechen und einen Ort für die Hinterlegung des Pakets vereinbaren, oder ihm einfach über das Internet die Türe öffnen.

Sichere Nachbarschaft

Ring hat sich die Sicherheit in der Nachbarschaft auf die Fahnen geheftet. So kann man mit der Türklingel nicht nur kommunizieren, wenn jemand klingelt. Das Gerät ist mit einer Kamera, einem Mikrofon und einem Lautsprecher ausgestattet. Zusätzlich verfügt es über eine Infrarotkamera. Über die App kann man Alarmbereiche definieren und wird immer dann informiert, wenn es eine Bewegung in diesem Bereich gibt. Neben der Türklingel gibt es von Ring auch reine Bewegungssensoren, die mit Flutlicht und Sirene ausgestattet sind und die Möglichkeit bieten, Eindringlinge über die App zu vertreiben.

Kundendienst

Amazon ist ein auffallen kundenfreundliches Unternehmen. Reklamationen werden kulant und unbürokratisch erledigt und der Support ist zuvorkommend. Die Entscheidung einen eigenen Paketdienst zu gründen ist naheliegend, weil der Versand der bestellten Waren das Kerngeschäft von Amazon darstellt. Die Entwicklung in Richtung smarte Türklingel ist logisch und entspricht dem Zeitgeist. Breiteband Internet ist überall verfügbar und Verschlüsselung ist heute Standard. Auch wenn derartige Installationen eine Angriffsfläche für Hacker bietet, überwiegen die Vorteile. Ich bin gespannt auf die Entwicklung der nächsten Jahre, aber Empfänger nicht angetroffen wird es wohl früher, oder später nicht mehr geben.

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