Mein offenes Vorlesesystem VOX viva

Heute ist ein guter Tag. Denn heute habe ich endlich mein offenes Vorlesesystem erhalten. Es ist von der Marke VOX und höhrt auf den Namen viva. Im Folgenden erzähle ich ein wenig darüber, was ein offenes Vorlesesystem ist, was der Unterschied zu einem geschlossenen Vorlesesystem ist und was das Besondere an meinem Gerät ist.

Ich werde auch ein wenig über die Bedienung berichten, falls andere ebenfalls ein Interesse an so einem Gerät haben sollten.

Was ist ein Vorlesesystem?

Zunächst jedoch die Frage, was ein Vorlesesystem überhaupt ist. Es gibt derer zwei:

  1. Das offene Vorlesesystem
  2. Das geschlossene Vorlesesystem

Das offene System kann man sich am einfachsten als eine Kamera vorstellen, die an einen Computer angeschlossen. Unterstützt wird die Kamera noch von einer Software. Klassische offene Systeme erfassen ein Dokument (z.B. einen Brief, eine Zeitung etc.) und geben das Erfasste vergrößert wieder.

Manchmal sieht man etwas Ähnliches in Hollywood-Filmen, wenn jemand in Zeitungsartikeln auf Mikrofilmen recherchiert. Diese klassischen Systeme können jedoch nicht vorlesen. Sie sind eine reine Projektion und Vergrößerung auf dem Bildschirm. Solche Geräte kosten so um die 1.500 €. Sie arbeiten in Echtzeit.

Das geschlossene System kann man sich eher als einen Scanner vorstellen. Man legt ein Blatt, ein Buch auf eine Glasfläche, klappt den Deckel zu und betätigt eine Taste. Das Gerät erfasst den Inhalt und liest diesen vor. Ein Anschluss an den Computer ist nicht möglich.

Diese Geräte kosten um die 3.000 € und werden eher von älteren Personen bevorzugt, die i.d.R. keinen Computer benötigen und/oder einen nicht ständig hochfahren wollen.

Das VOX viva – Eine “Kombigerät”

Offenes Vorlesesystem IDas VOX viva, welches ich nun zu Hause stehen habe, ist fast eine Kombination aus beiden. Es ist also quasi eine Kamera mit integriertem Scanner. Die Kamera wirft ein Dokument auf den Bildschirm. So, dass ich es lesen und ggf. abspeichern kann. Das Bild wird jedoch nur verzögert wiedergegeben, d.h. wo beim klassischen Gerät, Zeichnungen unter der Kamera direkt wiedergegeben werden, erfolgt dies beim VOX viva erst nach ein paar Sekunden.

Zusätzlich erfasst das VOX viva aber auch den Text. Hat also praktische eine OCR-Software installiert, die dann auch wie ein geschlossenes System den Text vorlesen kann.

Im zugeklappten Zustand ist die Kamera so groß wie eine 0,5 Liter Flasche.

Bedienung des VOX viva

Zum Bedienen wird ei Kamera einfach aufgeklappt (s. Bild oben). Im Lieferumfang des per USB-Kabel betriebenen Geräts ist eine Art Mouspad. Auf dieses wird das zu erfassende Dokumente gelegt. Wem das zu groß ist, dann kann auch eine Plastikschiene nutzen.

Hiernach öffnet man die VOX-Software und drückt lediglich die “Enter” Taste. Das Gerät erfasst, erkennt und beginnt auch gleich das Vorlesen. Mit Leertaste lässt sich das Vorlesen pausieren. So kann man den Text auch selbst lesen.

Farben lassen sich invertieren oder die Lese- bzw. Anzeigedarstellung ändern. So kann beispielsweise auch jedes Wort einzeln angezeigt werden.

Beurteilung

Das 1.995 € teure offene Vorlesesystem VOX viva macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Schön wäre es gewesen, wenn die Kamera auch in Echtzeit erfassen würde. Das würde zum Beispiel das Unterschreiben von Dokumenten erheblich erleichtern.

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