Gaming PC konfigurieren – unsere Tipps

Gaming PC konfigurieren - unsere Tipps auf imeister.de

Es gibt Anwendungen, die einen PC rasch an seine Grenzen stoßen lassen. Der Office-PC ist beim Surfen, der Textverarbeitung und dem E-Mailversand ausreichend. Geht es um Grafikbearbeitung, oder Spielen, ist ein maßgeschneideter Gaming PC die bessere Wahl.

Das passende Werkzeug

Wer regelmäßig Fotos bearbeitet, der kennt das Problem. Photoshop läuft nur dann wirklich rund, wenn der Rechner, allen voran die Grafikkarte, die erforderliche Leistung bringen. Auch wenn das Programm grundsätzlich startet, macht die Arbeit damit wenig Spaß. Für eine effiziente Bildbearbeitung muss daher in geeignete Hardware investiert werden. So gibt es viele Anwendungen, die spezielle Anforderungen an den PC stellen. Im Bereich der Spiele sind extreme Hardwareanforderungen der Standard. Ein Gaming PC unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht erheblich vom klassischen Bürorechner. Die Hochleistungskomponenten und ihr Zusammenspiel sind wichtig um ohne Einschränkungen aktuelle Spiele zu genießen.

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Am PC ist das Spielerlebnis genauso gut und oft auch besser als an der Konsole

PC, oder Konsole

X-Box, Playstation und Nintendo Switch sind Spielekonsolen, auf denen auch aktuelle Spiele herausgebracht werden. Der Gaming PC als Alternative zu einer der Konsolen wird regelmäßig totgesagt. Nichts destotrotz erfreut er sich nach wie vor großer Beliebtheit. Gegenüber der Spielekonsole gibt es zahlreiche Vorteile. So kann man den PC etwa für etliche andere Anwendungen nutzen. Office-Anwendungen gibt es für die Konsolen beispielsweise nicht. Der größte Vorteil eines Gaming PC ist allerdings die Möglichkeit ihn aufzurüsten. Während die Spielekonsole alle paar Jahre ausgetauscht wird, kann man beim Gaming PC jede neue Entwicklung in der Hardware mitmachen. Statt das ganze Gerät zu tauschen werden einzelne Komponenten mit aktuelleren Versionen ersetzt. So kann man mit dem Gaming PC länger aktuell bleiben und ist nicht von Herstellern abhängig.

Gaming PC konfigurieren

Neben dem Kauf einzelner Komponenten, die man selbst zusammenbaut, ist ein PC-Konfigurator eine bequeme Variante einen Gaming PC zu konfigurieren. Basierend auf ein Motherboard wird Gehäuse, CPU, Speicher, Festplatte und die Grafikkarte ausgewählt. Auch ein Betriebssystem kann bereits gewählt werden. Statt die Komponenten selbst zusammenzuschrauben, wird der Gaming PC komplett und fertig montiert geliefert. Ob man sich für eine Spielekonsole, oder einen PC entscheidet, um zu spielen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Konsolen sind in der Handhabung einfacher und man muss sich mit Treibern und Konfiguration nicht unbedingt auseinandersetzen. Allerdings entwickeln sich auch die Spielekonsolen weiter und so ganz ohne Konfiguration und Internetanschluss kommt man auch hier nicht aus. Das Angebot an Spielen ist in einigen Bereichen unterschiedlich. Manche Titel werden nur für die Konsolen entwickelt. Andere Spiele gibt es nur auf dem PC.

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Das Computerspiel, oder die Spielekonsole ermöglichen auch gemeinsame Spiele

Tipps für den Gaming-PC

Sehen wir uns die einzelnen Komponenten an, die zum Gaming PC zusammengebaut werden sollen. Worauf muss man achten, wenn man ruckelfrei und flüssig aktuelle Spiele spielen will?

Welche CPU für den Gaming PC?

Die erste Entscheidung, die man treffen muss, betrifft den CPU. Hier gibt es zwei Hersteller, die zur Auswahl stehen. Intel hat sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht und liefert konstant stabile und leistungsstarke CPUs. AMD hat mit den Ryzen-Prozessoren allerdings für ernstzunehmende Konkurrenz gesorgt. Viele Kerne und die Möglichkeit die Prozessoren zu übertakten machen sie zu wahren Kraftpaketen. Bei den Intel Prozessoren sind nur die Modelle mit einem k in der Bezeichnung zur Übertaktung geeignet. Will man absolute Spitzenleistung, dann ist der AMD Threadripper, etwa der 1950X, eine gute Wahl. 16 Kerne mit 3,4 GHz verleihen den Gaming PC damit Flügel. Dem gegenüber steht der
Intel Core i7-8700K mit 3,7 GHz und 6 Kernen als preisgünstige Alternative. Was die Zukunft bringt, kann man heute allerdings noch nicht sagen. Aktuell scheint der Intel eine gute Wahl zu sein. Hat man sich für den Prozessor entschieden, ist automatisch die Entscheidung für das Motherboard gefallen. Je nach Prozessor muss der passende Sockel auf dem Motherboard verfügbar sein. Beim Inter i7 ist das Sockel 1151.

Wieviel RAM im Gaming PC?

Das Thema Arbeitsspeicher ist schnell abgehandelt. Bei kaum einer anderen Komponente gilt die Regel Mehr ist Mehr so eindeutig, wie beim RAM. Allerdings lohnt es sich auch nicht übers Ziel hinauszuschießen. DDR4 ist heute Standard und aktuelle Motherboards unterstützen bis zu 64 Gigabyte. Konkret lautet die Entscheidung, die man treffen muss, ob man 8, 16, oder 32 Gigabyte RAM vorsieht. Während 8 das Minimum darstellt sind 32GB bereits Luxus. 16GB sind aktuell ausreichend. Wer die Luxusvariante mit 32 Gigabyte Arbeitsspeicher wählt, ist auf jeden Fall für die nächste Zeit ausreichend versorgt.

Die beste Grafikkarte für den Gaming PC

Bei den Grafikkarten steht man wieder vor der Auswahl zwischen zwei Herstellern. AMD ist auch hier vertreten und stellt mit den AMD Radeon Chips die Basis für zahlreiche Grafikkarten. Der zweite Hersteller ist hier aber NVIDIA. Die Chips von NVIDIA nennen sich GeForce und sind in zahlreichen Varianten erhältlich. Die Werte, auf die man bei der Grafikkarte achten muss sind einerseits der Arbeitsspeicher, sowie die Taktfrequenz der GPU, also des Grafikprozessors. Andererseits ist die Kühlung ein wichtiger Faktor. Die Grafikkarte spielt im Gaming PC eine entscheidende Rolle. Neben einem leistungsstarken CPU ist die aktuelle Grafikkarte ein absolutes Muss. Dummerweise hat das Cryptomining, also etwas das Bitcoin-Schürfen die Grafikkarten und die GPUs für sich entdeckt. Das hat den Preis der Grafikkarten ordentlich nach oben gepusht. Trotzdem darf man hier nicht sparen. 6GB RAM dürfen es ruhig sein. Die Grafikkarten werden laufend verbessert. Wer mehr aus seinem PC herausholen will kann auch mehrere Grafikkarten miteinander verbinden. Für den normalen Gaming PC reicht es allerdings eine aktuelle Grafikkarte mit ausreichend Arbeitsspeicher und einer guten Kühlung anzuschaffen.

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Realistische Grafik und Sound sorgen für ein atemberaubendes Spielerlebnis

Der Monitor für den Gaming PC

Damit der Monitor ideal mit der Grafikkarte zusammenspielt gibt es von NVIDIA und AMD Synchronisationslösungen. Unter den Namen G-Sync und Freesync wird ein System angeboten, das die Bildwiederholfrequenz des Monitors mit der Grafikkarte abstimmt. So verhindert man Fehler in der Darstellung. Beherrscht der Monitor die entsprechende Technologie, dann wird sie meist automatisch aktiviert. Beim Kauf macht es Sinn sich danach zu erkundigen und Grafikkarte und Monitor aufeinander abzustimmen.

Gehäuse und Netzteil

Das Gehäuse für den Gaming PC muss ausreichend belüftet sein. Zusätzliche Lüfter und alternativ eine Wasserkühlung machen dann Sinn, wenn man die Grafikkarte und die CPU übertaktet. Auch beim Netzteil darf man nicht sparen. Grafikkarten alleine benötigen oft mehr als 200 Watt. Zusammen mit den anderen Komponenten summiert sich die Leistungsaufnahme und ein unterdimensioniertes Netzteil kann nicht ausreichend Strom liefern. Auch hier gilt, lieber zu viel Leistung vorzusehen, als zu wenig.

Sonstige Hardware für den Gaming PC

Damit sind wir mit den wichtigsten, bzw. entscheidenden Komponenten für den Gaming durch. Für den Betrieb des PCs benötigt man noch Festplatten, eine Tastatur und eine Maus. Aktuelle SSD-Festplatten, eine leichtgängige und ergonomische Tastatur und Maus, sowie ein BlueRay/DVD-Laufwerk sind Komponenten, die man nicht vergessen darf. Besonders Tastatur und Maus sollte man sich bei der Auswahl widmen. Hält man stundenlange die Maus fest, oder schweben die Finger über der Tastatur macht sich falsche Sparsamkeit schnell im Sinne von Sehnenscheidenentzündungen und anderen schmerzhaften Folgen bemerkbar. Die Office-Tastatur, oder die billigen Versionen funktionieren auf jeden Fall. Will man ernsthaft spielen muss der Gaming PC auch mit gut durchdachten Eingabegeräten ausgestattet werden.

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Nicht nur der PC selbst ist für das Computerspiel wichtig. Auch Peripherie, wie Tastatur, Maus und Monitor können entscheidend sein.

Sinnvolle Investition

Ein Gaming PC kostet leicht mehr als 1.000€ und auch 2.000€ sind ganz leicht zu erreichen. Die Gratwanderung zwischen zu viel und zu wenig Leistung ist nicht bei allen Komponenten leicht. Im Zweifelsfall sind stärkere Komponenten zu bevorzugen. Allerdings muss das System am Ende auch ausgewogen sein. Speziell CPU, GPU und RAM machen nur dann Sinn, wenn alle drei Komponenten ausreichend dimensioniert sind. Bevor man Unsummen für die Grafikkarte ausgibt und dafür bei RAM und CPU spart ist es sinnvoller bei allen drei Komponenten etwas mehr zu investieren. Auch bei Kühlung darf nicht gespart werden. Sowohl die Anzahl der Lüfter ist zu bedenken, als auch die Qualität der Lüfter. Laufen 5 Lüfter parallel können leichte Betriebsgeräusche rasch zu einem unangenehmen Hintergrundrauschen anwachsen. Einen Gaming PC selbst zu konfigurieren ist auch 2019 noch eine sinnvolle Investition. Auch wenn Google heuer noch Stadia an den Start bringen möchte wird der PC daheim unverändert die beste Möglichgkeit sein zu Spielen.


Updated: 1. April 2019 — 15:23

1 Comment

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  1. Ihr habt mir mit den einzelnen Komponenten für einen Gaming-PC wirklich weiter geholfen. Vielen Dank !

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